Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Wir fordern wirksame Entschädigungen für den derzeit geschlossenen stationären Einzelhandel oder alternativ eine sehr zeitnahe Wiedereröffnung

Liebe Kollegen aus dem Handel, liebe Kunden,

das Aktionsbündnis ist sich bewusst, dass die Corona-Pandemie eine historische Herausforderung für unsere gesamte Gesellschaft darstellt. Wir unterstützen in unserer gesellschaftlichen Verantwortung selbstverständlich alle Maßnahmen, die dem Erhalt und dem Schutz menschlichen Lebens dienen – von sinnvollen und notwendigen Hygienekonzepten in unseren Ladengeschäften bis hin zur temporären Schließung.

Doch wenn im Gegenzug die Gesellschaft, vertreten durch die Politik, keine angemessene Absicherung der durch die Maßnahmen und Schließungen gefährdeten Existenzen bereitstellt, dann ist dies ein nicht hinzunehmendes Ungleichgewicht.

Deshalb fordern wir als Aktionsbündnis „#handelstehtzusammen“ deine verbindliche politische Zusicherung, dass Unternehmen, die in Folge der Schließungen in ihrer Existenz bedroht sind, durch wirksame Entschädigungen abgesichert werden oder alternativ, unter Gewährleistung der bewährten Hygienekonzepten, – bevor es unwiederbringlich zu spät ist – die zeitnahe Wiedereröffnung unserer Ladengeschäfte, damit wir unsere Existenzen und die damit verbundenen unzähligen Arbeitsplätze selbst retten können.

Jetzt ist es an Ihnen! Unterstützen Sie uns durch Ihre virtuelle Unterschrift unter diesen Forderungen, denn mit dem drohenden Verlust des Einzelhandels gehen tausende Arbeitsplätze verloren und die Attraktivität des Kulturgutes „Innenstadt“ steht für uns alle auf dem Spiel.

Aktuell haben bereits 16.875 Unterstützer aus Handel, Gewerbe, Industrie und Privathaushalten Ihre virtuelle Unterschrift unter unsere Forderungen gesetzt.

In eigener Sache

Für uns, die Initiatoren des Aktionsbündnisses, die mehrheitlich aus inhabergeführten Familienunternehmen mit Schwerpunkttätigkeit im stationären Fachhandel bestehen, prägt die Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft seit Generationen unsere jeweilige Firmenkultur. Eine Verantwortung, die wir auch in der Coronakrise in vollem Bewusstsein tragen. Diese Verantwortung umfasst selbstverständlich auch den unbedingten Schutz und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und unserer Kunden.

Die unterzeichnenden Unternehmen erkennen den Ernst der Lage und sprechen den politischen Entscheidern Anerkennung für umfangreiche Schutzmaßnahmen der Bevölkerung aus. Wir wollen uns an dieser Stelle deutlich von den undemokratischen Bestrebungen anderer Gruppen abgrenzen.

Allerdings kritisieren wir als Initiatoren die konkreten Maßnahmen und Beschlüsse und die völlig unzureichenden Hilfen. Dieses Urteil erlauben wir uns vor allem aufgrund unseres fachlich fundierten Brancheninsider-Wissens und unserer täglichen Tätigkeit an der Basis des Geschehens.


Mit Ihrer „virtuellen“ Unterschrift helfen Sie uns, unseren Forderungen zu verschaffen.

Wir fordern...

  • Im Falle der Fortsetzung des Lockdowns angemessene, faire und vor allem wirksame Entschädigungen zur Sicherung unserer Unternehmensexistenzen und der damit verbundenen Arbeitsplätze
  • Alternativ die Möglichkeit zur Selbsthilfe, indem wir unsere Geschäfte unter Beibehaltung der bewährten Hygienekonzepte zeitnah wieder eröffnen dürfen
  • Einen langfristen Planungshorizont
Denn wenn die Situation noch länger so bleibt, dann stirbt der stationäre Handel!

Ohne den stationären Handel...

  • verwaisen die Innenstädte
  • geht ein Stück jahrhundertealtes Kulturgut verloren
  • gehen zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren
  • beherrschen globale Internetanbieter den Handel

Unsere Argumente und Forderungen im Detail

Wieso, warum, weshalb?

Der Handel ist unbestritten ein zentrales Kulturgut. Er besitzt große Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sichert die Grundversorgung, wirkt als integrative Kraft, sorgt für attraktive, lebendige Innenstädte und stellt eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen bereit. Doch all das ist durch die politischen Beschlüsse nachhaltig stark gefährdet.

Vor allem die privat geführten mittelständischen Handels-Unternehmen kämpfen um ihr Überleben. Sie sind extrem besorgt aufgrund der aktuell angeordneten und noch andauernden Ladenschließungen. Besonders schmerzhaft war bereits der Wegfall des Weihnachtsgeschäfts.

Sind die politischen Maßnahmen wirklich richtig und angemessen?

Infektionsherd Einzelhandel?

Die Politik vermittelt den Eindruck, es gäbe beim Einkaufen ein nennenswertes Infektionsrisiko. Deshalb hat sie die meisten Einzelhandelsgeschäfte einer Zwangsschließung unterworfen.

Eine Umfrage bei den unterzeichnenden Unternehmen hat allerdings genau das gegenteilige Bild ergeben.

Unsere Betriebe beschäftigen Mitarbeiter*innen aller Altersgruppen und nicht selten auch Menschen, die das Rentenalter bereits überschritten haben.

Die Zahl der Infizierten liegt jedoch weit unter dem Durchschnitt.

So gibt es Betriebe mit mehreren hundert Mitarbeiter*innen, bei denen bislang kein einziger Corona-Fall zu verzeichnen war.

Auch bei größeren Betrieben mit bis zu 1.000 Mitarbeiter*innen wurde kein Fall registriert, bei dem die Ansteckung nicht nachweislich anderswo (Urlaub, Familie etc.) erfolgt ist. Und selbst dann, wenn man Ansteckungen außerhalb des Arbeitsplatzes in die Bilanz mit einbezieht, ergibt sich – im Vergleich zum Rest der Bevölkerung – ein weit unterdurchschnittliches Infektionsgeschehen bei unseren Belegschaften. Diese Situation ist nach unserem Kenntnisstand auch für den Rest des stationären Einzelhandels repräsentativ.

Maßnahmen mit falschem Fokus

Wir kennen also keinen einzigen Fall, in dem sich Mitarbeiter*innen bei der Arbeit angesteckt haben – weder durch den Kontakt mit Kund*innen, noch durch das Zusammensein mit Kolleg*innen.

Das bedeutet: Die Hygienemaßnahmen, die wir mit viel Aufwand und Engagement eingeführt haben, funktionieren. Und sie machen das Einkaufen außerordentlich sicher.

Angesichts der Tatsache, dass es bei unseren Mitarbeiter*innen nicht (oder fast nie) zu Infektionen kommt, ist es für uns unverständlich, wie im Einzelhandel Infektionsketten entstehen sollen und warum ausgerechnet Einzelhandelsgeschäfte prophylaktisch geschlossen werden. Es gibt viele andere Wirtschaftsbereiche mit deutlich höheren Infektionszahlen, die noch immer geöffnet sind. Deshalb müssen wir feststellen: Die derzeitigen Maßnahmen setzen an der falschen Stelle an.

Nachvollziehbar wird der Lockdown im Einzelhandel nur dann, wenn man davon ausgeht, dass die Ladenschließungen als Symbol fungieren sollen, das für die Bevölkerung weithin sichtbar ist und möglicherweise Verhaltensänderungen auslöst.

Aber ist es gerechtfertigt, die Existenz vieler Händler, Mitarbeiter*innen und gewachsener Einkaufsstrukturen zu opfern – nur um ein Symbol zu schaffen?

Gleichzeitig sind die angebotenen Entschädigungen im Rahmen der Überbrückungshilfe III willkürlich, ungerecht und völlig unzureichend. Die Hilfen kompensieren nicht annähernd die Verluste im Schließungszeitraum und decken lediglich einen kleinen Teil der Betriebskosten.

Jetzt schlimmen Konsequenzen entgegenwirken

Die aus unserer Sicht falschen Geschäftsschließungen – verbunden mit der fehlenden Kompensation durch die Politik, die sie angeordnet hat, werden fatale Folgen haben: Unzählige Insolvenzen in der Einzelhandelslandschaft, verödete Innenstädte, erhöhte Arbeitslosigkeit. Die kulturelle Bedeutung und die integrative Kraft des Handels ist in großer Gefahr.

Dabei könnte es ganz anders sein. Denn der Einzelhandel ist nach unserer Überzeugung nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung: Wer einkauft tut das mit allen Sicherheitsvorkehrungen und nimmt keine anderen, potenziell gefährlicheren Aktivitäten wahr. Je mehr Läden geöffnet sind, desto mehr verteilt sich das Kundenvolumen auf eine größere Fläche. Bei der Beschränkung auf Supermärkte, Drogerien, Postämter etc. bilden sich viel größere Menschenansammlungen – unter anderem in den Abteilungen, die die Sortimente der geschlossenen Geschäfte anbieten.

Deshalb fordern wir wirksame Entschädigungen für den derzeit geschlossenen stationären Einzelhandel oder alternativ eine sehr zeitnahe Wiedereröffnung.

Die Initiatoren der Initiative

Die unterzeichnenden Handelsbetriebe sind innovative, modern aufgestellte Familien-Unternehmen, die nicht durch einen Strukturwandel, sondern lediglich durch die Corona-Verordnungen in ihrer Existenz gefährdet oder wirtschaftlich schwer geschädigt werden.

Aus der Verantwortung für unsere Unternehmen, aus der Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeiter heraus und zum Schutz der Einkaufsstrukturen unserer Innenstädte, wollen und müssen wir gemeinsam diesen nicht wieder gut zumachenden Schaden verhindern - schließen Sie sich uns mit Ihrer digitalen Unterschrift an.

Klaus Michelberger

Herrenmoden Michelberger GmbH & Co KG

Friedrich Werdich

Schuhhaus Werdich GmbH & Co. KG

Simon Bittel

Parfümerie Bittel e.K. / AMICA GmbH

Benjamin Rupp

Rupp OHG Lederwaren und Spielwaren

Roland Reischmann

Reischmann GmbH & Co. KGaA

Werner & Rainer Binder

Modehaus Binder GmbH & Co KG

Friedrich Kolesch

Kolesch Textilhandels GmbH

Weitere Unterstützer

Aktuell haben bereits 16.875 Unterstützer aus Handel, Gewerbe, Industrie und Privathaushalten Ihre virtuelle Unterschrift unter unsere Forderungen gesetzt.

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